Geschichte
Putting Africa on the Map
Im Mai 1996 wurde SAFRI auf Anregung des damaligen Bundeskanzlers Dr. Helmut Kohl von drei Spitzenorganisationen der deutschen Wirtschaft - dem Afrika-Verein der deutschen Wirtschaft (AV), dem Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) und dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) ins Leben gerufen.
Nach dem Ende der Kolonialzeit setzten sich England und Frankreich relativ bald wirtschaftspolitisch strategisch mit Afrika auseinander. Auch die deutsche Industrie wie z.B. die heutige Daimler AG war bereits auf dem Kontinent präsent. Erst nach dem Ende der Apartheid lenkte Dr. Kohl jedoch das Interesse der deutschen Außenpolitik und besonders der Außenwirtschaftspolitik auf Afrika, fest entschlossen Afrika wieder auf die wirtschaftspolitische Weltkarte Deutschlands zu setzen. Mit diesem Entschluss wurde ein Grundstein für die politische, wirtschaftliche und soziale Zusammenarbeit zwischen Deutschland und der SADC Region (Southern African Development Community) des südlichen Afrika gelegt.
Africa on the Move
Im Oktober 1997 organisierte SAFRI unter dem Vorsitz von Professor Dr. h.c. Jürgen E. Schrempp und in Zusammenarbeit mit dem Sekretariat der Southern African Development Community (SADC) eine richtungweisende Konferenz in Windhuk, Namibia. Die Konferenz bezeichnete den Privatsektor als wichtigste Antriebskraft für nachhaltige Entwicklung auf dem afrikanischen Kontinent. Das Abschlussdokument, die „Declaration of Windhoek“ definierte die Ziele der Zusammenarbeit zwischen Unternehmern aus Deutschland und den SADC-Staaten und formulierte wünschenswerte Rahmenbedingungen für Kooperationen zwischen Deutschland und den afrikanischen Ländern. Sie ist damit das inhaltliche Gründungsdokument von SAFRI. SAFRI verpflichtet sich, die Aufmerksamkeit der deutschen Wirtschaft auf die Bedürfnisse und Geschäftsprozesse des privaten Sektors in der SADC-Region zu lenken. Darüber hinaus erklärte SAFRI, sich als Vermittler für Human Resource Development und Capacity Building in der Region zu engagieren. Die „Declaration of Windhoek“ setzte eine gezielte Zusammenarbeit zwischen Deutschland und der SADC Region in Bewegung.
Africa on the Rise
Mit dem in Windhuk gelegten Grundstein konnte SAFRI sich in den letzten Jahren mit verschiedenen Vorhaben in und für die SADC-Region gemeinsam mit der deutschen Wirtschaft aktiv engagieren. Unsere heute etablierten Programme Journey to Excellence und das Students Experience Programme (STEP) haben ihre Wurzeln in dieser frühen Bedarfsanalyse.
Anfang 2007 wies Bundeskanzlerin Angela Merkel in einem Interview mit SAFRI darauf hin, dass Deutschland neue Akzente setzen möchte, insbesondere was private Investitionen in Afrika und die wirtschaftliche Integration des Kontinents angeht. Als G8-Präsidentschaftsvorsitzende betonte Kanzlerin Merkel, dass die Beziehungen der G8 zu Afrika als Reformpartnerschaft weiter ausgebaut werden müssen. Mit „Ich würde mich freuen, wenn noch mehr Unternehmen der SAFRI-Initiative beitreten würden“, stimmte die deutsche Bundeskanzlerin der Arbeit von SAFRI in und für Deutschland und dem südlichen Afrika zu.
In Vorbereitung auf die WM wurden die Möglichkeiten, die diese für die deutsche Wirtschaft liefern könnten, ein wichtiges Thema der Außenwirtschaftspolitik Deutschlands. "Warten Sie nicht bis 2010. Kommen Sie jetzt! Unsere Türen sind offen" forderte Südafrikas Vizepräsidentin Mlambo-Ngcuka deutsche Unternehmer heraus.
Milliarden Menschen verfolgten die WM im Fernsehen und erhielten fast nebenbei bunte Eindrücke vom Leben im südlichen Afrika. Investitionen in den Bereichen Infrastruktur, Logistik und Tourismus haben nicht nur die Republik Südafrika sondern auch seine Nachbarländer in der SADC-Region positiv beeinflusst.
In den letzten Jahren erzielte das südliche Afrika Rekordhöhen bei ausländischen Direktinvestitionen. In zahlreichen Sparten winken lohnende Betätigungsfelder: Energiegewinnung und Bergbau, Wasser- und Elektrizitätswirtschaft, Telekommunikation, Transportwesen, Landwirtschaft, Tourismus. Es ist klar: Das südliche Afrika ist auf dem Vormarsch.
|